Gestern hatte ich die Gattin zu einer Challenge herausgefordert: Obst gegen Gemüse! Die Herausgeforderte traf die Wahl der Waffen und setzte mit dem Thema „Regenbogen“ noch einen oben drauf! Also wurde gleich eingekauft auf dem Karlsmarkt in Düsseldorf und heute fleißig drauf losgeschnippelt.
Update 29.06.2013
Genau 14 Tage später als geplant haben wir uns unsere Regenbogen-Fermente wieder vorgenommen.
Vom Regenbogen war nichts mehr zu sehen, Das Gemüse hatte ein leuchtendes Pink angenommen, das Obst ein pastelliges Altrosa ![]()
Wir hatten uns bewusst für zwei weitere Fermentier-Wochen entschieden, damit sich der Geschmack des Salzes auch wirklich in Wohlgefallen auflöst und das milchsaure Aroma gut zur Geltung kommt. Wie sich herausstellte, war die Entscheidung drohnengoldrichtig!
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In Salzlake fermentiertes Obst auf Schmand mit etwas Honig und Fermentierlake übergossen. Absolut köstlich – die Gattin war ziemlich überrascht, sie hat dem Braten nicht so recht getraut.
Die wichtigste Frage, die sich alle stellen: Schmeckt es nach Salz? Die Antwort: Nein. Vom Salzgeschmack war nichts zu schmecken, nicht mal ein Nachgeschmack. Ob das nach weniger Fermentierzeit auch schon geklappt hätte, müssen wir beim nächsten Versuch ausprobieren.
Der Geschmack war angenehm säuerlich, mit der leicht herben Note der Orangenschalen. Wer Orangenlikör oder Orangenmarmelade mag, wird diesen Geschmack lieben!
Die Konsistenz ist die eines Kompotts, wer es bissfester mag, muss die Fermente früher öffnen. Auch hier werden wir weiter experimentieren.
Die Farben der Erdbeeren und Heidelbeeren haben leider etwas gelitten, dem Geschmack hat das keinen Abbruch getan. Die hübschesten Stücke waren aber eindeutig die Orangen.
Einen Schönheitswettbwerb wird dieser Beitrag wohl nicht gewinnen, aber es war so lecker, dass wir es auf jeden Fall wiederholen. Beim nächsten Mal wollen wir die Obstsorten allerdings solitär eintüten, die Konsistenz war doch sehr unterschiedlich.
Wenn alles aufgegessen ist, machen wir aus der Lake einen fruchtig-herben Cocktail.
Hier hat einfach alles gestimmt. Farbe, Geschmack und Konsistenz. Während die Möhrchen butterzart waren, hatten Aubergine und Rote Beete noch Biss.
Geschmacklich war interessant, dass man im bewährten milchsauren Aroma und trotz der recht dominanten Roten Beete die Geschmäcker der einzelnen Gemüsesorten doch sehr gut herausschmecken konnte.
Erfrischend sauer und herrlich prickelig. Dazu wirds gebratenen Fisch mit Kohlrabi geben! Die Fermentierflüssigkeit schmeckt kräftig wie ein Gemüsesaft, mit einer angenehmen Säure und bizzelt ordentlich auf der Zunge.